Osterfeuer: Welche Regeln gelten?
©Symbiont - iStockOsterfeuer sind in vielen Regionen eine beliebte Tradition rund um die Osterfeiertage. Doch wer ein Feuer entzünden möchte, sollte die geltenden Regeln kennen. MEINRECHT erklärt, worauf es ankommt.
Das Wichtigste in Kürze:
Ein Feuer gilt nur dann als Osterfeuer, wenn es der traditionellen Brauchtumspflege dient.
Kleine Feuer in Feuerschalen im Garten sind grundsätzlich erlaubt, solange keine starke
Rauchentwicklung entsteht.Die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland, Gemeinde oder Gebiet.
In vielen Orten muss ein Osterfeuer vorab angemeldet und genehmigt werden.
Wer gegen Vorschriften verstößt oder ohne erforderliche Genehmigung ein Feuer entzündet,
riskiert ein Bußgeld.
Wann ist ein Feuer ein Osterfeuer?
Um ein Osterfeuer handelt es sich dann, wenn es der Brauchtumspflege dient. Ein kleineres Feuer im Garten, beispielsweise in einer Feuerschale, können Sie – genau wie Grillen –ab und an zünden.
Achten Sie hier aber stets darauf, dass keine zu starke Rauchentwicklung entsteht. Hierbei gilt nämlich das Immissionsschutzgesetz. Gestörte Nachbarn können sich darauf berufen und gegen das Feuer klagen.
Osterfeuer: Unterschiedliche Bundesländer, unterschiedliche Regelungen
Osterfeuer sind nicht immer überall erlaubt. Je nach Bundesland, Gemeinde oder auch Landschaftsgebiet gelten unterschiedliche Regelungen. In manchen Kommunen sind die Feuer nur zu bestimmten Zeiten erlaubt. In vielen müssen mindestens 200 Meter Abstand zu Gebäuden eingehalten werden.
In einigen Teilen Deutschlands sind private Osterfeuer sogar ganz verboten. Dort dürfen die Feuer nur durch Glaubensgemeinschaften, Organisationen oder Vereine gezündet werden – so regelt es beispielsweise die Stadt Arnsberg (Nordrhein-Westfalen).
Meistens gilt: Anmeldung und Genehmigung
In fast allen Kommunen gilt: Ein Osterfeuer muss vorab angemeldet und genehmigt werden. Die Fristen für die Anmeldung variieren zwischen fünf Tagen bis zu vier Wochen. Mit der Anmeldung soll verhindert werden, dass Osterfeuer als Vorwand genutzt werden, um illegal Abfall zu verbrennen
Was passiert beim Verstoß gegen Vorschriften?
Beim Verstoß gegen die Vorschriften oder beim Zünden eines Osterfeuers ohne eine erforderliche Anmeldung riskieren Sie ein Bußgeld. Es ist daher ratsam, sich bei der Gemeinde zu informieren, welche Regeln jeweils für Osterfeuer gelten.
Diese Sicherheitsvorkehrungen beim Osterfeuer sollten Sie treffen
Unabhängig von Anmeldung und Genehmigung sollten Sie immer wichtige Sicherheitsvorkehrungen treffen, um für einen sicheren Ablauf zu sorgen:
- 1.
Halten Sie ausreichend Abstand zu anderen Gebäuden sowie Bäumen und Pflanzen.
- 2.
Sorgen Sie für eine permanente Beaufsichtigung des Feuers.
- 3.
Halten Sie Löschmittel bereit.
Fazit: Ostertradition nur mit klaren Regeln
Wer ein Osterfeuer plant, sollte sich frühzeitig bei der zuständigen Gemeinde über die lokalen Regelungen informieren. In einigen Gemeinden sind Osterfeuer nur zu bestimmten Zeiten erlaubt, in manchen sogar als private Veranstaltung verboten. Mit einer Anmeldung, ausreichendem Abstand zu Gebäuden und Pflanzen und den nötigen Sicherheitsmaßnahmen lässt sich die Tradition sicher und regelkonform feiern.

Lilly Keymel
steht kurz vor dem ersten juristischen Staatsexamen und hat schon zu Schulzeiten großen Gefallen am Recherchieren und Schreiben gefunden. In juristischen Themen ist sie zu Hause und ergänzt damit perfekt das Autor:innenteam von MEINRECHT.



