Recht: Das ändert sich im Juli 2026

Von Frauke StammLesezeit: 3 min21.06.2026
Foto: Änderungen für Juli 2026©AleksandarNakic - iStock

Was ändert sich im Juli 2026? Der Tankrabatt endet, Rentnerinnen und Rentner bekommen mehr Geld und die Luftverkehrssteuer sinkt: MEINRECHT.DE fasst die wichtigsten Neuerungen kompakt zusammen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Tankrabatt läuft zum 1. Juli aus.

  • Die jährliche Rentenanpassung beträgt 4 Prozent.

  • Das Bürgergeld wird durch das Grundsicherungsgeld ersetzt.

  • Für Flüge aus Deutschland fallen weniger Steuern an.

  • Gewerblicher Gütertransport: Fahrtenschreiberpflicht für Fahrzeuge über 2,5 Tonnen.

Tankrabatt endet zum 1. Juli

Der Tankrabatt läuft am 1. Juli aus. Das haben die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Sepp Müller (CDU) und Armand Zorn (SPD) am Mittwoch gegenüber der „Bild“ erklärt. Sollte es zu einer Preisexplosion an den Tankstellen kommen, wolle man aber schnell reagieren. Im Gespräch sind Entlastungen für Autofahrer*innen mit kleinem und mittlerem Einkommen, eine höhere Pendlerpauschale, eine niedrigere Energiesteuer sowie ein Spritpreisdeckel und eine Übergewinnsteuer für Ölkonzerne.

Rente steigt um 4 Prozent

Rentnerinnen und Rentner in den alten und neuen Bundesländern erhalten ab 1. Juli 4,24 Prozent mehr Rente. Damit hebt die jährliche Rentenanpassung den aktuellen Rentenwert von 40,79 Euro auf 42,52 Euro an. Laut Deutscher Rentenversicherung würde ein „Standardrentner“ mit einem durchschnittlichen Verdienst und 45 Beitragsjahren dann eine um 77,85 Euro höhere Rente im Monat erhalten.

Bürgergeld wird zu Grundsicherungsgeld

Ab dem 1. Juli wird das bisherige Bürgergeld durch das Grundsicherungsgeld ersetzt. Es hebt die Pflichten derjenigen stärker hervor, die Leistungen beziehen. Fördern und Fordern sollen damit besser in Balance gebracht sowie Missbrauch stärker unter Kontrolle gebracht werden.

Grundsätzlich gilt der Vermittlungsvorrang: Es wird zunächst geprüft, ob Betroffene unmittelbar in Arbeit vermittelt werden können. Sollte das nicht der Fall sein, kommen Qualifizierungsmaßnahmen in Betracht. Wer arbeiten könne, müsse seine Arbeitskraft maximal zumutbar einsetzen. Bei mehreren versäumten Terminen können Leistungen komplett gestrichen werden. Darüber hinaus sollen Einkommen und Vermögen stärker zuerst eingesetzt werden. Wohn- und Heizkosten werden nur noch bis zu einer Obergrenze übernommen, die lokal unterschiedlich sein kann. Ausführliche Informationen zur neuen Grundsicherung gibt es auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Flüge: Luftverkehrsteuer sinkt

Ab Juli fallen für Flüge aus Deutschland weniger Steuern an. Der Bundesrat hat den Plänen des Bundestags zugestimmt. Je nach Strecke sinkt die Ticketsteuer dann zwischen 2,50 Euro und 11,40 Euro pro Flug. Die Senkung der Luftverkehrsteuer kann Belastungen abfedern und weitere Preissteigerungen verhindern. Die Entscheidungen über eine Weitergabe der Steuersenkung obliegen aber den Unternehmen.

Fahrtenschreiberpflicht für Fahrzeuge über 2,5 Tonnen

Ab dem 1. Juli müssen gewerblich genutzte Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit mehr als 2,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht im grenzüberschreitenden Verkehr mit einem Smart Tachograph 2 (Fahrtenschreiber) ausgestattet sein. Die Regelung gilt auch für leichte Nutzfahrzeuge (Transporter, Vans, Pkw mit Anhänger), wenn die Fahrt über nationale Grenzen hinausgeht. Bei Gespannen werden die zulässigen Gesamtgewichte von Zugfahrzeug und Anhänger addiert. Damit können künftig auch schwere Pkw oder Pkw-Anhänger-Kombinationen im gewerblichen Gütertransport von der neuen Regelung betroffen sein.

Recht auf Reparatur

Zum 31. Juli soll auch das Recht auf Reparatur in Kraft treten. Noch muss aber der Bundestag endgültig das Gesetz beschließen.

Was ändert sich 2026?

Von einer neuen Abgasnorm über die Anhebung des Mindestlohns bis zum Recht auf Reparatur: Was sich im Jahr 2026 rechtlich noch für Sie ändert, haben wir in unseren Artikeln Recht: Das ändert sich 2026 – Teil 1 und Teil 2 zusammengefasst.

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Frauke Stamm

Frauke Stamm

Als Kommunikations-Expertin mit langjähriger Erfahrung recherchiert sie spannende Rechtsfragen aus dem Alltag und beantwortet diese auf meinrecht.de.

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